Warum fällt es uns so schwer, Entscheidungen zu treffen?
Ob Jobwechsel, Beziehungsfragen oder der ganz normale Alltag – Entscheidungen können uns quälen. Stundenlanges Grübeln, Angst vor falschen Entscheidungen oder das ständige Aufschieben wichtiger Schritte sind weit verbreitet. Doch warum ist das so?
Die Angst vor Fehlern: Woher sie kommt und warum sie uns lähmt
Einer der Hauptgründe, warum Entscheidungen schwerfallen, ist die Angst, etwas falsch zu machen. Diese Angst hat oft tiefere Wurzeln in unserer Kindheit. Wer früh erlebt hat, dass Fehler bestraft oder stark kritisiert wurden, entwickelt oft eine übermäßige Vorsicht. Unser Gehirn speichert negative Erfahrungen und meldet sich mit Alarm, wenn wir eine Wahl treffen müssen – als würde es uns vor potenziellem Schaden bewahren wollen.
Frühe Prägungen: Wie unsere Kindheit unser Entscheidungsverhalten beeinflusst
Viele unserer heutigen Unsicherheiten haben mit unserer Vergangenheit zu tun. Wenn Kinder nicht lernen, dass ihre Entscheidungen respektiert werden oder sie immer nach Anerkennung streben mussten, fällt es später schwer, aus dem eigenen Gefühl heraus Entscheidungen zu treffen. Auch Erfahrungen mit emotionaler Unsicherheit oder nicht ausreichender Unterstützung – zum Beispiel durch unzuverlässige Bezugspersonen – können dazu führen, dass wir uns nie sicher fühlen, ob eine Entscheidung „richtig“ ist.
Entscheidungsblockaden: Woran du erkennst, dass alte Muster am Werk sind
- Du überlegst ewig hin und her, ohne eine klare Tendenz zu spüren.
- Du suchst ständig nach Bestätigung von außen, anstatt auf dein Bauchgefühl zu hören.
- Du vermeidest Entscheidungen komplett, indem du sie aufschiebst oder andere entscheiden lässt.
- Nach einer Entscheidung quält dich der Zweifel: War das wirklich richtig?
Wie du einen neuen Umgang mit Entscheidungen findest
1. Mit dir in Kontakt gehen (allein oder mit einer nahen Person): Wenn Entscheidungen Angst machen, steckt oft ein jüngerer Anteil in uns dahinter, der sich unsicher fühlt. Statt dich zu verurteilen, kannst du dich fragen: „Wie fühle ich mit denn gerade eigentlich wirklich?“ Diese Haltung kann helfen, mehr Mitgefühl für dich selbst zu entwickeln. Manchmal, wenn es sich besonders überfordernd anfühlt, kann es hilfreich sien eine vertraute Person in deine Gedanken und Emotionalen Bewegungen mit einzubeziehen. Viele von uns mussten früh lernen „alles allein zu machen“ – dieses Muster zu unterbrechen und sich offen mitzuteilen kann häufig schon zu Veränderung beitragen.
2. Dir bewusst werden, dass es nicht DIE richtige Entscheidung gibt: Entscheidungen sind selten perfekt. Manchmal hilft es, sich klarzumachen: Es gibt nicht die eine richtige Wahl, sondern mehrere mögliche Wege. Anstatt dich auf die „richtige“ Entscheidung zu fixieren, frage dich lieber: „Was fühlt sich jetzt stimmig an? oder: „Was könnte von hieraus, der nächste, kleine Schritt sein?“
3. Kleine Entscheidungen bewusst üben: Wer Schwierigkeiten hat, große Entscheidungen zu treffen, kann im Alltag üben: Welche Mahlzeit will ich essen? Welche Musik will ich hören? Je öfter du dich bewusst für etwas entscheidest, desto leichter wird es mit der Zeit.
4. Entscheidungen als Lernprozess sehen: Jede Entscheidung bringt Erfahrungen mit sich – und selbst wenn du später etwas anders machen würdest, ist es keine Katastrophe. Fehler sind nicht das Ende, sondern oft der Anfang von Wachstum. Dich darin mehr und mehr fürsorglich und einfühlsam selbst zu begleiten ist Teil dieser Entwicklung.
Entscheidungskraft kann wachsen
Es ist okay, wenn Entscheidungen schwerfallen – vor allem, wenn alte Prägungen im Spiel sind und die Entscheidung für dich wichtig und relevant ist. Doch du bist nicht dazu verdammt, ewig im Grübeln zu bleiben. Indem du deine Muster erkennst, Mitgefühl für dich entwickelst und neue Wege ausprobierst, kannst du lernen, mit mehr Leichtigkeit zu entscheiden. An dieser Stelle: Entwicklung braucht Zeit und das als ersten Schritt anzuerkennen, dass es dir gerade schwerfällt Entscheidung x,y zu treffen und es sich sehr unangenehm für dich anfühlt, ist schon der erste Schritt hinzu mehr Verbundenheit und Kontakt zu dir selbst.
Und das Wichtigste: Du darfst dir selbst vertrauen.
Wann Unterstützung sinnvoll ist
Manchmal braucht es mehr als „nur“ Selbstexploration. Gerade bei tief verwurzelten Mustern oder großen Lebensthemen kann es hilfreich sein, jemanden an der Seite zu haben, der diesen Prozess begleitet. NARM bietet hier eine sanfte, aber wirkungsvolle Möglichkeit, alte Prägungen zu verstehen und sich selbst mit mehr Klarheit und Mitgefühl zu begegnen. Wenn du spürst, dass dich Entscheidungsängste immer wieder blockieren oder du dich nach mehr innerer Freiheit sehnst, kann eine Begleitung in diesem Prozess eine wertvolle Unterstützung sein.
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